TecMOJO 10-Zoll-Rack: Schluss mit Hardware-Tetris!

Nicht jeder benötigt einen 19-Zoll-Serverschrank für sein Homelab. Gerade kompakte Hardware wie Raspberry Pis, Mini-PCs und viele Netzwerkkomponenten lässt sich bequem in einem 10-Zoll-Rack unterbringen. Das Beste daran: Selbst große 10-Zoll-Racks sind von den Abmessungen vergleichbar mit einem alten Desktop-PC. So ein Mini-Rack passt also überall hin.

In diesem Testbericht teile ich meine Erfahrungen mit dem 12 HE großen Tecmojo Rack. Eines aber gleich vorweg: Wer eine Tür oder geschlossene Seitenwände benötigt, sollte sich nach einem anderen Modell umsehen. Ich habe mich aber bewusst für die offene Bauweise entschieden. Sie sorgt nämlich für eine hervorragende Luftzirkulation und damit Kühlung meines Homelabs.

Verarbeitung & Konstruktion:

Schon beim Auspacken macht das Rack einen hochwertigen Eindruck. Die Qualität überzeugt auf den ersten Blick: Alle Kanten sind sauber ausgeführt und frei von scharfen Stellen. Auch Lackabplatzungen oder verzogene Bauteile konnte ich nicht entdecken. Bei genauerem Hinsehen zeigen sich allerdings einige kleine Schwachstellen, die den ansonsten positiven Gesamteindruck etwas trüben.

Die Höheneinheiten sind doppelt nummeriert. Bei der Montage ist das zwar praktisch, da sich die Streben dadurch nicht versehentlich falsch herum einbauen lassen. Optisch finde ich die doppelte Beschriftung allerdings etwas störend. Ähnlich sieht es bei den Bohrungen für die Querverstrebungen aus. Sowohl oben als auch unten befinden sich entsprechende Löcher.

Die unteren Bohrungen werden jedoch nicht benötigt und hinterlassen einen kleinen Schlitz, durch den Staub ins Rack gelangen kann. Allerdings macht es auch die teurere Konkurrenz nicht besser. Wünschenswert wären hier zusätzliche Metallverstrebungen für mehr Stabilität. Stattdessen verlässt sich die Konstruktion im unteren Bereich vollständig auf die beiden Acrylböden.

Für die Montage ist alles dabei – sogar ein hochwertiger Schraubendreher. Der Aufbau ist kinderleicht und in kürzester Zeit erledigt: Auspacken und Zusammenbau haben bei mir gerade einmal 10 Minuten gedauert. Weitere 5 Minuten habe ich für den Einbau der beiden großen Fachböden und der 2 Blindblenden gebraucht.

Lieferumfang & Zubehör:

Richtig mitgedacht wurde bei den mitgelieferten Fachböden. Diese lassen sich sowohl vorne als auch hinten am Rack befestigen und bieten dadurch einen sicheren Halt. So finden selbst schwerere NAS-Systeme oder größere PCs problemlos Platz.

Wer zusätzliche 120- oder 80-mm-Lüfter verbauen möchte, kann diese beispielsweise an der Bodenplatte montieren. Die dafür benötigten Bohrungen sind bereits vorhanden. Mit etwas Kreativität lassen sich auch am Oberpanel Lüfter befestigen, um die Luftzirkulation im Rack weiter zu verbessern. Zum Abschluss lohnt sich noch ein kurzer Blick auf das mitgelieferte Zubehör.

Auch die Blindblenden, die Lüftungsblende und die drei Fachböden überzeugen durch ihre hochwertige Verarbeitung. Passende schwarze Käfigmuttern sind ebenfalls enthalten. Zur SBC-Ablage und den Micro-HDMI-zu-HDMI-Adapterplatinen kann ich leider keine Aussage treffen, da ich dafür keine Verwendung habe.

Wer zusätzliche Fachböden oder Blenden benötigt, kann diese problemlos nachkaufen. Mit rund 20 Euro pro Boden sind diese allerdings nicht gerade günstig. Die Blindblenden gibt es dagegen schon für 5 €. So kann das schnuckelige Rack mit dem etwas Zubehör schnell teurer werden als gedacht.

Fazit zum Tecmojo 10-Zoll-Rack:

Das Tecmojo 10-Zoll-Rack überzeugt mich vor allem durch seine hochwertige Verarbeitung und die unkomplizierte Montage. Die nummerierten Höheneinheiten, das mitgelieferte Zubehör und die flexibel montierbaren Fachböden machen das Produkt empfehlenswert. Mini-PCs, NAS-Systeme, Router, Switches, Patchpanels und Steckdosenleisten lassen sich hier auf kompakt unterbringen.

Sollte der Platz im Homelab irgendwann knapp werden, muss man nicht gleich ein zweites Desktop-Rack daneben stellen. Stattdessen lässt sich das Oberpanel abschrauben und ein weiteres Rack daraufsetzen. So wächst das Homelab einfach in die Höhe statt in die Breite. Denn wer kennt es nicht? Die Hardware wächst, der Platz schrumpft. Doch keine Sorge: Das Rack wächst einfach mit!

Als besonders praktisch haben sich außerdem die transparenten Acryl-Seitenwände erwiesen. Durch sie lassen sich die Status-LEDs der verbauten Geräte jederzeit im Blick behalten. Zusätzlich lässt sich im Inneren eine LED-Leiste montieren, mit der sich das Rack farblich beleuchten lässt. Ein nettes Gimmick, wie ich finde!

Zum Abschluss gibt’s noch einmal alles Wichtige auf einen Blick:

Pluspunkte:

  • Hochwertige Verarbeitung ohne scharfe Kanten oder Lackfehler
  • Einfache Montage mit verständlicher Anleitung
  • Nummerierte Höheneinheiten für eine präzise Installation
  • Schwarze Käfigmuttern und Schraubendreher im Lieferumfang
  • Fachböden beidseitig verschraubbar
  • Blindblenden und umfangreiches Zubehör enthalten

Minuspunkte:

  • Offene Bohrungen im unteren Bereich können Staub eindringen lassen
  • Begrenzter Platz durch das 10-Zoll-Format und die geringe Tiefe

Von Fabian Wüst

Er ist leidenschaftlicher Open-Source-Benutzer und ein begeisterter Technologie-Enthusiast. Als kreativer Kopf hinter Homelabtopia bringt Fabian hier seine umfangreiche Erfahrung als Linux-Admin ein. Um sicherzustellen, dass du aus seinen Beiträgen den größtmöglichen Nutzen ziehen kannst, führt er ausgiebige Tests durch und errichtet dafür immense Setups.

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