Über die Jahre haben sich Hardware, Architekturen und Technologien immer wieder verändert. Ich probiere nämlich gerne Neues aus und baue meine Infrastruktur entsprechend regelmäßig um.
So sind im Laufe der Zeit die unterschiedlichsten Setups entstanden. Hier zeige ich dir, wie mein aktuelles Homelab aussieht, womit ich mich gerade beschäftige und was ich in der Vergangenheit so getrieben habe:



Ein Rückblick auf die letzten Jahre:

In einer idealen Welt bekomme ich maximale Performance bei minimalem Stromverbrauch. Mit klassischen Rackservern lässt sich dieser Wunsch allerdings nur schwer erfüllen. Mein Dell PowerEdge R815 zieht beispielsweise fast 400 Watt. Deshalb laufen meine vier Rackserver mittlerweile nur noch bei Bedarf. Damit war die erste größere Änderung an meinem Homelab unausweichlich.
Seit Anfang 2023 werkeln bei mir vier Thin Clients. Die Leistungsaufnahme ist mit 25 Watt sehr gering. Konkret setze ich auf drei HP T630 mit Proxmox und einen Fujitsu Futro S740 als Debian-NFS-Server. Noch dazu hatte ich längere Zeit einen Raspberry Pi 4 am Laufen. Die ARM-Architektur und die damit verbunden Limitierungen haben aber dazu geführt, dass er nur noch nutzlos herumsteht.
2024 habe ich noch einmal ordentlich aufgerüstet und gleich zwei neue Server in mein Homelab integriert: einen Mini-PC von Minisforum und einen selbst gebauten 19-Zoll-Server mit maximal viel RAM und NVMe-SSDs. Dazu kamen eine USV, ein dedizierter Proxmox-Backup-Server auf Basis eines alten HP MicroServers und eine TerraMaster-NAS.
2026 ist davon allerdings nicht mehr viel übrig. Der Mini-PC verrichtet weiterhin tadellos seinen Dienst als Proxmox-Host. Auch mein Cloud-Server ist noch am Start und hat mittlerweile zwei große Ubuntu-Upgrades hinter sich. Die restliche Hardware steht dagegen nur noch als Deko in meinem Arbeitszimmer herum.

Warum kam es zu diesem Wandel? Ich wollte weg vom umfangreichen Produktivbetrieb und wieder zurück zu den Grundlagen. Statt immer mehr Dienste dauerhaft zu betreiben, wollte ich mehr experimentieren, neue Technologien erkunden und mich wieder stärker auf das konzentrieren, was mich ursprünglich an Homelabs begeistert hat: ausprobieren, lernen und verstehen.
Geblieben sind eine Handvoll produktiver Services, die mittlerweile zu 99 % in schlanken Containern laufen. Über ein zentrales Dashboard behalte ich den Überblick über meinen verbliebenen Hypervisor, erhalte Benachrichtigungen zu Monitoring, rkhunter und Backups und sehe auf einen Blick die wichtigsten Monitoring-Kennzahlen meiner drei zentralen Server.




